Nr.3 - "...weil es so unendlich lange dauert, bis sich etwas bewegt."

Bernhard Emunds

Zu den sozialwissenschaftlichen Voraussetzungen und wirtschaftsethischen Impulsen eienr Ethik sozialer Bewegungen

Ende der 80er Jahre brachte Pater von Nell-Breuning, der häufig als Nestor der
Katholischen Soziallehre apostrophiert wurde, seine Erfahrungen mit Veränderungen in der Kirche und in der gesamten Gesellschaft zum Ausdruck: lhn habe es immer am meisten "genervt, dass es so unendlich lange dauert bis sich irgendetwas bewegt".
Diese kleine Bemerkung drückt mehr aus als nur die Einschätzung eines Mannes, der im Laufe der Jahre nüchterner geworden war und es dennoch "nicht lassen konnte", sich immer wieder politisch einzumischen. Sie bringt zugleich eine Stimmung auf den Punkt, die typisch ist für eine "winterliche Kirche" (K.Rahner) und für eine Gesellschaft, deren Reformkräfte weitgehend erlahmt sind.

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