Nr.6 Das Mitarbeitervertretungsrecht im Bistum Limburg

Wenn ein Gesetzestext  nach jahrelanger Vorbereitung verabschiedet, dann in reichlich einem Jahrzehnt zweimalig novelliert und dabei nicht unerheblich verändert wird, kann dahinter unschwer eine Entwicklung vermutet werden, die mindestens interessant zu nennen ist. Die Rahmenordnung für eine Mitarbeitervertretungsordnung (RMAVO) der Deutschen Bischofskonferenz, 1971 erstmalig verabschiedet wurde 1977 und 1985 zweimal novelliert und mit ihr die entsprechenden Mitarbeitervertretungsordnungen der deutschen Diözesen. Die kurze zeitliche Folge der Novellierungen könnte für eine "stürmische Entwicklung" sprechen, in der die Arbeit der Gesetzgeber immer wieder von neuen Fakten überholt wird. Da aber die Materie des Arbeitsrechtes in dieser Hinsicht in den beiden letzten Jahrzehnten wesentlich Neues nicht zu bieten hatte, ist wohl zu Recht zu vermuten, dass diese Materie in der Kirchen nicht unumstritten war.

Gerade aber wenn die Entwicklung umstritten war, ist die Frage, welche Entwicklungen das Mitarbeitervertretungsrecht in der katholischen Kirche seit 1972 durchgemacht  hat, von besonderem Interesse.

Ich gehe von der These aus, dass diese Entwicklungen nicht einheitlich vonstatten gingen und vor allem auf verschiedenen Ebenen abliefen, und dass diese Entwicklungen wenigstens teilweise "gegenläufige" Wirkungen hatten.

 

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