Endbericht zum Forschungsbericht "Verteilungsgerechtigkeit"

von Matthias Möhring-Hesse

Mit dem Konzept "Verteilungsgerechtigkeit" bearbeiten Akteure gemein­same Probleme knapper Güter. Übersteigt die Menge der verteilbaren Güter die Menge der Ansprüche auf diese Güter und werden überdies sämtliche Ansprüche bedient, dann tritt deren Verteilung (zumindest) bei den beteiligten Akteuren nicht in den Problemhorizont, vor dem sich ihnen Fragen der Gerechtigkeit stellen. Unter den Bedingungen der Knappheit dagegen werden Akteure Vorstellungen von einer gerechten Verteilung bemühen, um ­eigene Ansprüche durchzusetzen oder die Ansprüche anderer zurückzuweisen bzw. die gesellschaftlichen Struktu­ren der An­spruchsbegründung und ?durch­setzung zu verteidigen oder zu kritisieren. Mithin geht es bei der Verteilungsgerechtigkeit um die Li­mitierung des Zugriffs auf Güter bzw. um die Legitimation der Aufteilung knapper Güter oder um deren Kritik.

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