Nr. 39 - Gerechte Nord-Süd-Beziehungen über internationale Finanzmärkte

von Bernhard Emunds

Im vorliegenden Beitrag geht es um die Frage, ob und in welchem Sinne globale Verteilungsgerechtigkeit als Kriterium für eine ethische Reflexion der internationalen Finanzmärkte taugt. Nach einer Einführung in den Gegenstandsbereich "internationale Finanzmärkte" wird ein Begriff der globalen Verteilungsgerechtigkeit skizziert und zu einem Vorrang-Kriterium konkretisiert , das dann seinerseits in ein breiteres Spektrum ethischer Kriterien zur Reflexion internationaler Finanzmärkte eingeordnet wird. Abschließend wird exemplarisch verdeutlicht, was dieses Kriterium für die Gestaltung internationaler Finanzmärkte bedeuten könnte .

Einführung in den Gegenstandsbereich

Der Begriff "Finanzmärkte" wird hier weit definiert; er umfasst nicht nur Börsen, sondern z.B. auch das Zusammentreffen des Angebots an und der Nachfrage nach Bankkrediten, Bankeinlagen oder Fondsanteilen: Finanzmärkte sind Märkte, auf denen Geld und Ansprüche auf künftige Zahlungen, die nicht an Eigentum oder Nutzung eines materiellen Vermögensgutes gebunden sind, gegeneinander getauscht werden.

 

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