Nr. 43 - Die Arbeiterpriester: Geschichte und Entwicklungstendenzen einer in Vergessenheit geratenen Bewegung

von Veit Straßner

"Obwohl das Experiment der A.[rbeiterpriester] - gemessen an der eigenen Zielsetzung: Re-inkarnation der Kirche in der Arbeitswelt - mißlungen ist, kann man nicht leugnen, daß gerade die Priester der ersten Generation durch ihr Engagement viele Probleme der Kirche u. in der Kirche verdeutlicht haben, die auch heute noch nicht gelöst sind. Es bleibt ein Skandalon, daß das "System Kirche" nicht menschlicher mit denen umgegangen ist, die ihrem Berufungsauftrag so engagiert u. glaubwürdig wie wenige gefolgt sind."

Mit diesen Worten endet der Artikel "Arbeiterpriester" in der aktuellen, dritten Auflage des Lexikon für Theologie und Kirche (LThK), dem Referenz- und Nachschlagewerk für katholische Theologie. Diesen mahnenden und empathischen Nachruf im Ohr, wundert sich der Leser in der Wochenschrift Christ in der Gegenwart im Jahr 2001 folgendende Meldung zu finden: "Rund 450 Arbeiterpriester haben sich vor kurzem in Straßburg getroffen, um über ihre Zukunft zu beraten. [...] Weltweit gibt es heute etwa tausend Arbeiterpriester." Offensichtlich leben und wirken die Arbeiterpriester nicht nur im Schatten der Gesellschaft, sondern auch im Schatten des kirchlichen und theologischen Bewusstseins. So schnell, wie die Arbeiterpriester in den Jahren 1953 und 1954 durch die Diskussionen um das kirchliche Verbot der Bewegung in das öffentliche Interesse gerückt waren, so schnell hat sie die Öffentlichkeit auch wieder vergessen.

Dieser Beitrag will die Entstehung und Entwicklung der Arbeiterpriesterbewegung von den frühen 40er Jahren über ihr Verbot 1954 und ihr Wiedererstarken nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil aufzeigen.

 

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