Nr. 44 - »Contemplativus in actione«. Neues Leitbild in den Umbrüchen der Arbeitsgesellschaft

von Thomas Wagner

In diesem Aufsatz werden die beiden - auf den ersten Blick nur wenig miteinander zusammenhängende - Begriffe "Mystik" und "Arbeit" aufeinander zu diskutiert. Dies geschieht im Interesse, die Umbrüche in der Arbeitsgesellschaft als spirituelle Herausforderung zu begreifen.

Mystik wird heutzutage nicht selten als elitäre spirituelle Tiefenerfahrung qualifiziert, die gierig vom spätmodernen "flexiblen Menschen" in seinen Erlebniswelten konsumiert wird; Arbeit verstanden als Erwerbsarbeit scheint sich von der körperlichen Mühsal im neoliberal-digitalen Kapitalismus mehr und mehr zu entgrenzen, bleibt aber in der Regel entfremdend, ausgebeutend und aushöhlend. Gleichzeitig wird das "Ende der Arbeit" (Jeremy Rifkin) propagiert und die Arbeitsgesellschaft zu Grabe getragen.

In diesem Artikel sollen die auf den zweiten Blick sichtbar werdenden Zusammenhänge zwischen Arbeit und Mystik aufgewiesen werden. Dies geschieht mit dem Interesse einen Betrag zu einer mystisch orientierten und gesellschaftsbezogenen christlichen Ethik zu leisten, die den postsäkularen, spätmodernen Umbrüchen und Verwerfungen zumindest mit Blick auf die Handlungsakteure gerecht zu werden versucht.

 

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