Nr. 64 - Tafelläden - Zeichen gesellschaftlicher Spaltung

Perspektiven der Nutzerinnen und Nutzer, der Sozialpolitik und Sozialethik

Es ist unbestritten, dass Tafelläden und weitere existenzunterstützende Dienste, wie zum Beispiel Kleiderkammern, unter den gegebenen gesellschaftlichen Herausforderungen, dem Ansteigen von Armutsgefährdung und der zunehmenden Spaltung der Gesellschaft in arm und reich, notwendig sind. Sie leisten für viele Menschen einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag, weil sie die unzureichenden Grundsicherungsleistungen des Staates ergänzen. So einleuchtend die unmittelbare Linderung der Not auch ist, so unbestritten ist auch die Kritik an der Tafelarbeit; denn Tafelläden sind Teil einer ungerechten Gesellschaft. Sie sind Zeichen für gesellschaftliche Spaltung. Hier spiegelt sich die Art und Weise des Seins und Zusammenlebens in unserer Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund wird die Arbeit in Tafelläden aus der Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer, der Sozialpolitik und der Sozialethik in diesem Aufsatz kritisch beleuchtet.

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