Demokratie und Souveränität unter Druck - Das Trilemma der Globalisierung am Beispiel des Freihandelsabkommens TTIP

von Wolf-Gero Reichert, November 2014

Die Abhöraffäre belastet das politische Verhältnis der Bundesrepublik Deutschlands zu den Vereinigten Staaten. Das Misstrauen wird jedoch nicht auf die wirtschaftliche Kooperation übertragen. Dies irri-tiert, denn schließlich steht mit dem Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU eine einzigartige Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen an.
Vermutlich glauben viele (Koalitions-)Politiker, dass nur eine transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft – TTIP steht für Transatlantic Trade and Investment Partnership – dem Westen die Möglichkeit gibt, den (südost-)asiatischen Ländern auf Augenhöhe zu begegnen. Nur wenn der Westen zusammenarbeite, könne er auf
Dauer mit autoritären Wirtschaftssystemen, wie bspw. dem Chinas, mithalten. Doch stimmt diese Analyse? Und was macht den "Westen" eigentlich aus?

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