Das "Zeitalter des Arbeitsvermögens" - Droge? Zauberformel? Korrektiv?

von Friedhelm Hengsbach SJ, März 2015

Die reifen Industrieländer stehen an der Schwelle zum "Zeitalter des Arbeitsvermögens". Diese Prognose hat der französische Ökonom Daniel Cohen 2001 in seinem Buch: "Unsere modernen Zeiten. Wie der Mensch die Zukunft überholt" formuliert. Seine Kernhypothese lautet: Die kostbarste Ressource der Unternehmen sind nicht das Finanzkapital, die Technik oder der Grund und Boden, nicht einmal die fossilen Energien, sondern das Arbeitsvermögen. Er begründet diese Aussage zum einen mit der Beobachtung einer sich ausbreitenden post-fordistischen Wirtschaftsepoche. In den Betrieben erfolgen tiefgreifende, radikale Verände­rungen, die Arbeitsprozesse werden informa­tisiert, die starr hierarchische Betriebs­organisation wird gelockert und verflüssigt sich. Was ist die Ursache dieser radikalen Veränderungen?

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