Gründe genug vor TTIP zu warnen

Jene politische Klasse, die der Industrie nahe steht, lässt sich von dem weithin geheimen, nur bruchstückhaft in die Öffentlichkeit sickernden Stand der Verhandlungen zwischen EU und USA über die "Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft" berauschen.

Sie sprühen eine überschäumende Verheißung ungebrochenen Wachstums, zusätzlicher Arbeitsplätze, größerer Gütersortimente zu sinkenden Preisen, die den Wohlstand der Verbraucher heben, auf die Bevölkerung herab. Dabei ist erwiesen, dass vergleichbare Erwartungen an den Europäischen Binnenmarkt, die 1988 mit dem Cecchini-Bericht geweckt, oder Hoffnungen, die 1994 von der amerikanischen Freihandelszone 1994 ausgelöst wurden, sich nicht, nur begrenzt und auf keinen Fall für alle Beteiligten im gleichen Ausmaß erfüllt haben. Das ohrenbetäubende Getöse, das die Geheimverhandlungen der EU mit den USA begleitet, soll den Mythos eines Freihandels verbergen, dessen segensreiche Wirkungen für alle nur eintreten, wenn unwahrscheinliche Voraussetzungen gleichgerichtet gegeben sind.

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