Hilft unser Helfen... Oder: Hat der Martin alles falsch gemacht?

Hilfesuchende Menschen begegnen uns fast täglich und die Armutsquote steigt in Deutschland stetig, nicht nur wegen der Flüchtlinge und trotz der großen Hilfsbereitschaft.

  • Armut ist weiblich!
  • Armut ist jung und chancenlos!
  • Armut ist aber auch alt und einsam!
  • Armut bleibt im Verborgenen!
  • Armut macht an nationalen Grenzen nicht halt!

So oder so ähnlich haben wir es gerade in der Schilderung der konkreten Notsituationen von Menschen aus Aschaffenburg gehört. In Zahlen bedeutet das für die Region Untermain: Nahezu 13 Prozent der Bevölkerung ist von Armut gefährdet. Das ist mehr als der bayrische Durchschnitt von 11,5 Prozent. Im Vergleich zu den Regionen Würzburg und Main-Rhön besteht hier jedoch die geringste Armutsgefährdung.
Für mich, für sie alle, die hierhergekommen sind, und für viele weitere Menschen in unserer Umgebung ist eines klar: Wir müssen helfen – um die Situation unserer Mitmenschen erträglich zu gestalten und ihnen neue Chancen zu ermöglichen! Dabei sollten wir uns bewusst machen:
Hilfe ist ein schmaler Grat

  • zwischen christlicher Nächstenliebe und zum Teil unbewusster Bevormundung,
  • zwischen gegenseitiger Solidarität und autonomer Eigenverantwortung,
  • zwischen befähigender Unterstützung und verfestigter Hilflosigkeit,
  • zwischen Barmherzigkeit und Gerechtigkeit.


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