Ein Jubeljahr für die Eurozone? Zwei wirtschaftswissenschaftliche Perspektiven auf die Finanzkrise im Wettstreit

Wenn sich Angela Merkel, Mario Monti und Francois Hollande etwas gemeinsam wünschen dürften, dann könnte es durchaus sein, dass eine Forderung aus dem Alten Testament das Rennen macht. Im Buch Levitikus schreibt Gott den Israeliten ins Stammbuch: Freiheit für alle Bewohner des Landes! Damit verbunden ist die Forderung nach einem umfassenden Schuldenschnitt in jedem 50. Jahr - dem sog. Jubeljahr. Angesichts der nicht abklingenden Eurokrise könnten vermutlich auch die Regierungen ein solches Jubeljahr gut gebrauchen, um aus der vermeintlichen Schuldknechtschaft der Finanzmärkte entlassen zu werden. Da Moses Autorität auf den globalen Märkten jedoch nicht beachtet wird, bleibt ihnen offenbar kein anderer Ausweg als die Verschuldung öffentlicher Haushalte zu begrenzen und auf Sparsamkeit zu setzen.

 

[Vollständiger Artikel als PDF]