Gerechte Löhne/Soziale Sicherheit in Deutschland und in Europa

Frau Merkel verkündet: "Die Zahl der Arbeitslosen hat in diesem Jahr den niedrigsten Stand seit 1989 erreicht. Deutschland geht es gut". Die Stimmungslage, wie sie in den Medien und in Zeitungsanzeigen verbreitet wird, lautet: "Wir sind noch mal davon gekommen. Die deutsche Wirtschaft wird zum Musterknaben in Europa". Deutschland habe die tiefgreifenden sozial- und arbeitsmarktpolitischen Reformen bereits hinter sich, die Portugal, Spanien, Italien und Frankreich noch bevorstehen, sagt man. Die deutschen Banken scheinen nach dem massiven Engagement des Staates durch Bürgschaften, Kapitalbeteiligungen und die Übernahme vergifteter Wertpapiere stabilisiert zu sein. Die Zentralbank schwemmt Liquidität ins Bankensystem, damit diese die riskanten Staatsanleihen peripherer Länder aufkaufen. Die Wirtschaft boomt, die Auftragsbücher der Exportindustrie sind prall gefüllt. Die Steuereinnahmen sprudeln wie lange nicht. Die Sozialkassen quellen über. Die Tarifabschlüsse versprechen zum ersten Mal seit langem reale Lohnzuwächse. Die Wachstumserwartungen werden nach oben korrigiert.

Ein Jobwunder treibt die deutsche Gesellschaft auf die Schnellstraße der Vollbeschäftigung.


Ein Jobwunder? Ein Wunder, das dunkle Schatten wirft.

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