Konsumpräferenz, Konsumsog, Konsumkritik

Stellungnahme während der Anhörung der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags: "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" am 10.Dezember 2012

1. Konsumpräferenz

Das neoklassische mikroperspektivische Paradigma unterstellt ein nutzenmaximierendes, wohl informiertes und rational kalkulierendes Individuum, das den Konsum als einen letzten Zweck wirtschaftlichen Handelns und erstrangige Quelle des aus der Bedürfnisbefriedigung erwachsenen Nutzens betrachtet. Demgegenüber werden Arbeit und Zeit als knappe Ressourcen, die diesem letzten Zweck unterworfen und als Instrumente effizient eingesetzt werden.

Arbeit hat keinen Eigenwert, sie wird als notwendiges Übel, das Leiden verursacht, in Kauf genommen und vermittelt durch das Lohneinkommen, das eigentlich Ziel des Konsums zu erreichen.


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