Wachstum durch "Öffnung der Arbeitsmärkte" - Ist die Kanzlerin lernfähig?

Einige europäische Länder, denen die deutsche Regierung Schuldenbremsen, Spardiktate und einen Fiskalpakt auferlegt hat, spielen nicht mehr mit. Die Kanzlerin spürt den Widerstand und lenkt ein. Sie freundet sich mit einer europäischen Wachstumsinitiative an. Allerdings mit einem Wachstum, das kein Geld kostet. "Wir müssen uns von der Vorstellung lösen, Wachstum koste immer viel Geld und müsse das Ergebnis teurer Konjunkturprogramme sein", erklärt sie in einem Wahlkampfinterview, das sie dem Hamburger Abendblatt gab  Klingt überzeugend. Allerdings denkt sie an eine "vernünftige Lohnentwicklung", an eine "Öffnung der Arbeitsmärkte" und daran, jene Barrieren zu senken, die jungen Menschen einen Ausbildungsplatz und reguläre Beschäftigung versperren. Sie stimmt in den Chor derer ein, die von sozialer Marktwirtschaft reden und sie marktradikal auslegen.

 

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