Armut ist politsch gemacht

Friedhelm Hengsbach SJ anlässlich der Jugendarmutskonferenz 2013 in Berlin

Dass Sie mich zu der Jugendarmutskonferenz in Berlin eingeladen haben, ist für mich ein Grund, sehr dankbar zu sein.  Aber nachdem Sie meinen Blick auf die konkret und real existierenden Jugendlichen gerichtet haben, die innerhalb und außerhalb der Geldbörse arm sind, verschlägt es mir leicht die Sprache, um eine theoretische Reflexion daran anzuschließen. Denn meine relativ distanziert klingenden Erwägungen mögen für unmittelbar Betroffene und Beteiligte schwer erträglich sein. Ich bitte also um Entschuldigung, wenn mein Beitrag als ein Kontrast empfunden wird zu dem, was gerade vorgetragen wurde. Ich will in drei Schritten vorangehen – die Gesichter der Armut beschreiben, dann deren Ursachen und Folgen erläutern und schließlich Wege aufzeigen, die aus der Armut herausführen

 

1. Die Gesichter der Armut

 

Über Armut lässt sich nicht wertfrei reden. Folglich zeigt sich die Armut in einem reichen Land in vielen Gesichtern.

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