Läßt sich der Kapitalismus entgiften?

Plädoyer für eine demokratiekonforme Wirtschaft

"Diese Wirtschaft tötet" – Es gibt keinen Satz aus der Feder eines Papstes, der die Empfindungen deutschen Wirtschaftsjournalisten derart aufgewühlt hätte. Welche Wirtschaft meint der Papst? Eine Wirtschaft, die ganze Bevölkerungsteile ausschließt, die dem Geld eine religiöse Weihe verleiht, die das Geld in alle gesellschaftliche Sphären eindringen lässt, die soziale Ungleichheit erzeugt, die wiederum Gewalt hervorbringt.

"Der Papst irrt - man muss ihm widersprechen", schrieb Marc Beise in der Süddeutschen Zeitung. Der Papst differenziere nicht bei seinem Generalangriff auf das herrschende System. Andere meinten, dass seine Sprache anklagend sei, aber vage und wolkig bleibe – mit starken Worten gegen allzu freie Märkte, aber schwacher Analyse.

[Weiterlesen]