Menschenwürdige Arbeit in der globalisierten Welt Teilhabe an der veränderten Arbeitswelt im globalen Rahmen – eine sozialethische Perspektive

Markus Demele

„Die heimischen Voraussetzungen für mehr gute Arbeit in Deutschland können wir selber schaffen.“ Arbeit, gute Arbeit in Deutschland ist möglich. In sieben Punkten beschreibt Horst Köhler dann welche Schritte er als notwenig erachtet. In der Ausschreibung für diese Tagung hier wurde auch auf den Fall NOKIA verwiesen – und in der Tat, für viele Menschen, deren Arbeitsplatz nach Osten oder Süden verschwunden ist mag der Satz des Bundespräsidenten zynisch klingen.

Doch er liegt mit seiner Aussage nicht falsch. Um darüber und über die Frage der Arbeitsplatzverlagerungen aus Deutschland im Allgemeinen ins Gespräch zu kommen, schlage ich folgende Annäherung an das Thema vor:

Zum Einstieg sollten wir schauen – wie hat sich die Arbeitswelt im Zuge der Globalisierung der letzten Jahrzehnte eigentlich verändert? Wir werden sehen, dass Arbeitsplatzverlagerungen zwischen verschiedenen Ländergruppen tatsächlich vorkommen und gehen dann der Frage nach, welche Auswirkungen diese Verlagerungen auf die Arbeitsmärkte der Industrieländer, aber auch der ärmeren Transformations- und Entwicklungsländer haben. Schließlich müssen wir sagen, wann Arbeitsplatzverlagerungen ethisch vertretbar sind und wann nicht. Zum Schluss werde ich einige Vorschläge formulieren, wie bestimmte Akteure die neuen globalen Arbeitsmärkte mitgestalten können und wie es mit uns und den Arbeitsplätzen in der Bundesrepublik weitergehen kann.

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