Aufgeblähte Finanzwirtschaft

Bernhard Emunds

Die Rezession der Weltwirtschaft hat einerseits die Verschuldung der Nationalstaaten, andererseits die Arbeitslosigkeit und in wirtschaftlich weniger entwickelten Ländern die informelle Erwerbsarbeit ansteigen lassen. Sie geht auf einen "boom and bust"-Zyklus der internationalen Banken sowie der Finanz- und Immobilienmärkte in vielen Industrie- und Schwellenländern zurück. Nicht erst in, sondern auch schon vor der Krise war die Finanzwirtschaft völlig "außer Rand und Band" geraten. Die Überlebenschancen unzählige Menschen in den Ländern des Südens werden sich verschlechtern und der Wohlstand vieler Menschen in den Ländern des Nordens ist bedroht, wenn es nicht gelingt, die internationale Finanzwirtschaft wieder unter Kontrolle zu bringen. Sie muss in den Dienst einer Wertschöpfung für die Mehrheit der Menschen gestellt werden; ihre Tendenz, in wirtschaftlich guten Jahren Risiken zu akkumulieren, die schließlich in einem großen Crash zum Vorschein kommen, muss beendet werden.   

 

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