Bruchlinien gewerkschaftlicher Solidarität?

von Friedhelm Hengsbach SJ, August 2011.

 

In den Zeiten der Finanzkrise, die inzwischen in verschiedene monetäre und realwirtschaftliche Sphären metastasiert, ist es um die deutschen Gewerkschaften herum erstaunlich still geblieben. Nicht nur Banken, sondern auch Industrie- und Handelskonzerne sind heftig durchgeschüttelt worden. Gewerkschaften haben zwar Sanitäts- und Samariterdienste geleistet, aber als schrille Alarmmelder oder politische Anwälte Ausgeschlossener sind sie kaum hervorgetreten.

Wissen die Gewerkschaften um ihre politische Ohnmacht? Oder täuscht der äußere Schein, der Unbeteiligten einen ohnmächtigen Eindruck vermittelt? Haben sie gar geholfen, die Krise zu bewältigen? Ist ihr politischer Einfluss dabei gewachsen? Sind sie in der Krise stärker geworden? Wurde dabei auch die gewerkschaftliche Solidarität gefestigt oder ist diese betrieblich sowie branchen- und länderübergreifend brüchiger geworden?

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