"Liebe in der Wahrheit" - für den Finanzkapitalismus ein unverständliches Rauschen? Vorbehalte gegen eine unzeitgemäße Methodik

Friedhelm Hengsbach SJ 

Der öffentliche Diskurs und Teile der Politik "fremdeln" mit der Enzyklika und ihrer Kernbot­schaft, meint der Vorsitzende der deutschen Kommission Justitia et Pax, der Trierer Bischof Stephan Ackermann.Tatsächlich gibt es Katholiken und Menschen guten Willens, die das Dokument bereits während der Lektüre der Einleitung irritiert beiseitelegen. Es mag nahe liegen, die Gründe dafür im andersartigen Denkstil und Empfinden säkularer Zeitgenossen zu suchen. Aber mit gleichem Recht darf gefragt werden, ob das vatikanische Dokument selbst Gründe für die reservierte öffentliche Resonanz bietet. Ich will dieser Frage nach­gehen und auf zwei Formen einer unzeitgemäßen Vorgehensweise der Autoren des Rund­schreibens aufmerksam machen, nämlich ein diffuses Schlüssel­wort und ein überdehntes Freiheits­pathos.

[Weiterlesen]