Den Geldschleier lüften! Perspektiven auf die monetäre Ordnung in der Krise

Bernhard Emunds und Wolf-Gero Reichert (Hg.)

Jahrzehntelang wurde eine zweistufige monetäre Ordnung als selbstverständlich begriffen und kaum reflektiert: Gewinnorientierte Finanzinstitute treffen die einzelnen Kredit- und Anlageentscheidungen; global gesteuert wird die Kreditbereitstellung und Risikoübernahme durch die international kooperierenden Zentralbanken und Regulierungs- behörden. Nun hat aber die reichliche Kredit- und Geldschöpfung sowie die "unbekümmerte" Risikoübernahme der Banken die globale Finanzkrise verursacht, die bald zu der noch anhaltenden Schuldenkrise mutierte. Die Schäden dieser Doppelkrise legen es nahe, die Funktionsweise sowie die gesellschaftlichen Voraussetzungen und Wirkungen des Geld- und Kreditsystems in den Blick zu nehmen. Dazu muss die Fiktion der neoklassischen Ökonomie, Geld sei nur ein Schleier, der sich über die realen wirtschaftlichen Verhältnisse lege und dort keine Wirkungen habe, aufgehoben werden. Im ersten Jahrbuch wird die monetäre Ordnung in der Krise aus ökonomischen, soziologischen, historischen, wirtschaftsethischen und theologischen Perspektiven beleuchtet.

Mit Beiträgen von Werner Plumpe, Wolfgang Streeck, Adalbert Winkler, Renate Mayntz, Michael Hudson, Waltraud Schelkle, Ansgar Belke, Hans Christoph Binswanger, Hans Diefenbacher, Jens Reich, Axel Paul, Wolf-Gero Reichert und Bernhard Emunds. Wiederabdrucke von Carl Menger, Hajo Riese, Richard Douthwaite, Alois Halbmayr und Rainer Kessler.

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