Umweltgerechtigkeit. Von den sozialen Herausforderungen der großen ökologischen Transformation

Bernhard Emunds, Isabell Merkle (Hrsg.)

"Not ist hierarchisch, Smog ist demokratisch." Auf diese Formel brachte Ulrich Beck Mitte der 1980er Jahre - ein damals prominentes Umweltproblem aufgreifend - seine These, Umweltrisiken wirkten egalisierend. Seit einiger Zeit wird in Bezug auf den Klimawandel intensiv über Fragen der internationalen Gerechtigkeit diskutiert. Zudem wird mittlerweile auch in Europa - wie in den USA bereits seit 30 Jahren - eine Debatte über die gesellschaftliche Verteilung von Umweltbelastungen geführt: Wer verursacht in welchem Ausmaß die Schäden und wer hat am meisten unter ihnen zu leiden? Im Zuge der Energiewende steigen die Stromkosten für private Haushalte, weshalb das Thema "Energiearmut" an Aktualität gewinnt. Damit wächst auch in Bezug auf die notwendige ökologische Transformation die Aufmerksamkeit für Verteilungsaspekte. Im zweiten Jahrbuch verdeutlichen Vertreter/-innen verschiedener Sozialwissenschaften, welche sozialen Problemlagen sie in der Umweltpolitik für entscheidend halten und wie sie vor diesem Hintergrund die aktuellen Reformherausforderungen der großen Transformation konturieren. Ethiker diskutieren die Bedeutung des neuen Begriffs "Umweltgerechtigkeit".

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