Am 22./23. Juni 2012 fand die Tagung in der Hoch- schule Sankt Georgen statt. Die Tagung war der Start- schuss für die Tagungsreihe "Die Wirtschaft in der Gesellschaft", die jährlich als Forum für interdisziplinäre Dialoge gemeinsam mit der FEST veranstaltet wird.

Thema der Tagung war das Finanzsystem im weiten Sinne: Jahrzehntelang wurde eine zweistufige monetäre Ordnung als selbstverständlichbegriffen und kaum reflektiert. Gewinnorientierte Finanzinstitute treffen die einzelnen Kredit- und Anlage- entscheidungen; global gesteuert wird die Kreditbereitstellungund Risikoübernahme durch international kooperierende Zentralbanken und Regulierungsbehörden. Nun hat aber die reichliche Kredit- und Geldschöpfung sowie die "unbekümmerte" Risikoübernahme der Banken die globale Finanzkrise verursacht,die mittlerweile zu einer Schuldenkrise mutiert ist. Die Schäden dieser Doppelkriselegen es nahe, die Funktionsweise sowie die gesellschaftlichen Voraussetzungenund Wirkungen dieses Kredit- und Geldsystems in den Blick zu nehmen. Dazu muss die Fiktion der neoklassischen Ökonomie, Geld sei nur ein Schleier, der sich über die realen wirtschaftlichen Verhältnisse lege und dort keine Wirkungen habe, aufgehoben werden.

An den Vorträgen und Diskussionen nahmen über 60 Personen aus ver- schiedenen Fachrichtungen teil. Zur öffentlichen Podiumsdiskussion "Inflation, Währungsreform, Schuldenkrise? Gangbare Wege aus der euro- päischen Schuldenkrise" mit Michael Hudson, Hans Christoph Binswanger und Ansgar Belke kamen 180 TeilnehmerInnen.

Das Tagungsprogramm kann hier eingesehen werden

Ein Video der Podiumsdiskussion finden Sie hier

Zu einem Interview von Prof. Emunds zur Fachtagung kommen Sie hier

Das Interview mit Prof. Hudson finden sie hier