Die Verteilung von Einkommen und Vermögen hat sich in den letzten Jahren verändert - in Deutschland und weltweit. Kann man pauschal sagen, dass sich "die Schere weiter geöffnet" hat? Welche Form haben die Einkommens- und Vermögensverschiebungen tatsächlich? Verteilungsänderungen haben zentrale Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft und nicht zuletzt auch auf die Aufgaben der politischen Steuerung. Ob eine Gesellschaft als gerecht empfunden wird, hängt maßgeblich von der Wahrnehmung der Verteilung und des Zugangs zu Ressourcen ab.

Am 18./19. September 29013 trafen sich  40 Vertreter/-innen der Ökonomie und anderer Sozialwissenschaften sowie der philosophischen und theologischen Ethik in Heidelberg, um bei der zweiten interdisziplinären Fachtagung "Die Wirtschaft der Gesellschaft" über Phänomene von Armut und Reichtum in der Gesellschaft und Fragen einer angemessenen Gesellschaftspolitik zu debattieren. Dabei ging es um die Entwicklung der Verteilunsgrelationen in Deutschland und deren Besonderheiten im internationalen Vergleich, um die Auswirkungen der Verteilungsentwicklung auf die gesamtwirtschaftlöiche Entwicklung und die Verteilung des Zugangs zu natürlichen Ressourcen und zu Umweltqualität.

Die Frankfurter Rundschau hat gekürzte Versionen von vier Vorträgen dieser Fachtagung dokumentiert:

Prof. Dr. Hans Diefenbacher, Benjamin Held und Dorothee Rodenhäuser
Immer reicher, immer ärmer? Eine empirische Analyse


Dr. Michael Dauderstädt
Die Entwicklung der deutschen Vermögensverteilung –  volkswirtschaftliche Konsequenzen

Prof. Dr. Gustav Horn
Die Entwicklung der Einkommensverteilung – was ist zu tun?

Prof. Dr. Matthias Möhring-Hesse
Ungerechte Ungleichheit

Das Tagungsprogramm kann hier eingesehen werden