Bernhard Emunds berichtet in seinem Beitrag „Faire Handelspolitik gesucht“ in der Herder Korrespondenz darüber, wie die Benachteiligung ärmerer Länder in der Welthandelsordnung, insbesondere durch die Wirtschaftspolitik Donald Trumps, auf einen neuen Höhepunkt getrieben wird. Aber auch, wie das System, dass seit 20 Jahren vom „Recht des Stärkeren“ geprägt worden ist, durch einen Ansatz der Christlichen Sozialethik weiterentwickelt und gerechter gestaltet werden kann.
Bernhard Emunds kritisiert, dass der Freihandel weder den Wohlstand aller
betroffenen Personengruppen fördert, noch ärmeren Volkswirtschaften die
Möglichkeit gibt, vitale Industrie- und Dienstleistungsbranchen entstehen zu
lassen. Ebenso arbeitet er heraus, wie sich die Staaten des Globalen Nordens
ohne Zölle vor Konkurrenz schützen und wie wichtig es für wirtschaftlich
schwächere Länder sei, gerechten Zugang zur Weltwirtschaft zu haben.
Trump treibt, so Emunds, durch seine Zollpolitik das aktuelle System, in dem
wirtschaftlich stärkere Länder ihre ökonomische Dominanz ausnutzen auf einen
Höhepunkt und zeigt somit, wie weit die Erosion des Multilateralismus bereits
fortgeschritten ist, was Emunds zu dem Schluss bringt, dass mit der Rückkehr
eines stabilen Systems in den nächsten ein oder zwei Jahrzehnten nicht zu
rechnen ist. Emunds plädiert dafür, die in der Christlichen Sozialethik entwickelte Ethik
einer gerechten Weiterentwicklung des Multilateralismus, um eine reflektierende
Instanz zu ergänzen. Diese soll bei den Handlungsoptionen wichtiger Akteure
eines weltpolitischen Pols ansetzen und hinterfragen, was dieser für die Überlebens-
und Entfaltungschancen in Niedrigeinkommensländern tun kann. Abschließend appelliert er daran die EU-Richtlinien dahin weiterzuentwickeln,
das Lieferanten aus Niedrigeinkommensländern in partnerschaftlich organisierten
Prozessen in die ökologische und soziale Verbesserung mit eingebunden werden.
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