Faire Handelspolitik gesucht

Geschrieben am 07.11.2025
in: Medienbeiträge

Bernhard Emunds berichtet in seinem Beitrag „Faire Handelspolitik gesucht“ in der Herder Korrespondenz darüber, wie die Benachteiligung ärmerer Länder in der Welthandelsordnung, insbesondere durch die Wirtschaftspolitik Donald Trumps, auf einen neuen Höhepunkt getrieben wird. Aber auch, wie das System, dass seit 20 Jahren vom „Recht des Stärkeren“ geprägt worden ist, durch einen Ansatz der Christlichen Sozialethik weiterentwickelt und gerechter gestaltet werden kann.

 
Bernhard Emunds kritisiert, dass der Freihandel weder den Wohlstand aller betroffenen Personengruppen fördert, noch ärmeren Volkswirtschaften die Möglichkeit gibt, vitale Industrie- und Dienstleistungsbranchen entstehen zu lassen. Ebenso arbeitet er heraus, wie sich die Staaten des Globalen Nordens ohne Zölle vor Konkurrenz schützen und wie wichtig es für wirtschaftlich schwächere Länder sei, gerechten Zugang zur Weltwirtschaft zu haben.

 
Trump treibt, so Emunds, durch seine Zollpolitik das aktuelle System, in dem wirtschaftlich stärkere Länder ihre ökonomische Dominanz ausnutzen auf einen Höhepunkt und zeigt somit, wie weit die Erosion des Multilateralismus bereits fortgeschritten ist, was Emunds zu dem Schluss bringt, dass mit der Rückkehr eines stabilen Systems in den nächsten ein oder zwei Jahrzehnten nicht zu rechnen ist. Emunds plädiert dafür, die in der Christlichen Sozialethik entwickelte Ethik einer gerechten Weiterentwicklung des Multilateralismus, um eine reflektierende Instanz zu ergänzen. Diese soll bei den Handlungsoptionen wichtiger Akteure eines weltpolitischen Pols ansetzen und hinterfragen, was dieser für die Überlebens- und Entfaltungschancen in Niedrigeinkommensländern tun kann. Abschließend appelliert er daran die EU-Richtlinien dahin weiterzuentwickeln, das Lieferanten aus Niedrigeinkommensländern in partnerschaftlich organisierten Prozessen in die ökologische und soziale Verbesserung mit eingebunden werden.

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