Im Interview mit Peter Haneck von der Frankfurter Rundschau spricht Bernhard Emunds über das Potential der katholischen Soziallehre für die Diskussion um gesellschaftliche Herausforderungen am Beispiel der gegenwärtigen Reformdebatten.
Emunds betont, dass die katholische Soziallehre nach wie vor aktuell ist, wenn man Ansprüche auf Freiheit, Teilhabemöglichkeiten an Gesellschaft und Entfaltungsspielräume für Individuen betrachtet. Besonders verweist er hier auf die Notwendigkeit, Menschen in den Blick zu nehmen, die benachteiligt werden und möglicherweise gänzlich aus dem Bewusstsein verschwinden. Relevant sei das Nachdenken über Wege der Veränderung, damit die angesprochenen Teilhabe- und Entfaltungsmöglichkeiten Realität werden können. Der Anspruch an Individuen wie Organisationen laute, sich für Gerechtigkeit einzusetzen.
Emundes verbleibt mit einem Bezug auf die aktuellen Reformdebatten. Auf die Nachfrage nach einer gesellschaftlichen Entwicklung hin zu Vereinzelung und den alleinigen Blick auf das persönliche Wohlergehen bestätigt er diesen Trend zwar in Teilen, weist aber vor allem auf fehlende Bereitschaft der Politik hin, ganze gesellschaftliche Gruppen zur (finanziellen) Verantwortung zu ziehen. Für eine funktionierende Sozialversicherung oder steigende Militärausgaben brauche es notwendig auch eine finanzielle Beteiligung der Zahlenden - sowohl der sogenannten Superreichen als auch der besser verdienenden Mittelschichten.
Der gesamte Beitrag ist hier nachzulesen.