Für das theologische Feuilleton feinschwarz.net hat Bernhard Emunds für eine verlässliche Alterssicherung geworben, da diese für den Zusammenhalt der Gesellschaft und für das Vertrauen der Bürger:innen in staatliche Institutionen essentiell ist. Hierzu betrachtet er die geplante Rentenreform und die Vorschläge der Rentenkommision der Bundesregierung aus einer sozialethischen Perspektive.
Sozialethische Anmerkungen zur geplanten Rentenreform
Drei ethische Dimensionen seien zu berücksichtigen: Verlässlichkeit, intragenerationelle und intergenerationelle Gerechtigkeit. Positiv bewertet Emunds Maßnahmen zur langfristigen Absicherung des Systems sowie den Vorschlag, künftig nur noch 70–80% der Rentenansprüche auf die Grundsicherung anzurechnen, was Geringverdienern zugutekommt. Kritisch sieht er dagegen die geplante Abschaffung der abschlagsfreien „Rente mit 63“ nach 45 Beitragsjahren zugunsten enger Härtefallregelungen, da diese verteilungspolitisch vor allem gesundheitlich stark belastete Beschäftigte benachteiligt. Im Mittelpunkt stehe jedoch immer die Solidaritätsbereitschaft.
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