Wie wird Sorge für ältere Menschen künftig organisiert? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Beitrag „In Times of the Market and Community Shift: On Live-In Care and Caring Communities“ von Brigitte Aulenbacher, Klaus Wegleitner, Jonas Hagedorn und Bernhard Emunds im Journal Social Inclusion Vol. 4.
Ausgehend von einem Literaturüberblick zeigen die Autor:innen, dass sich die Verantwortung für Pflege im Zuge neoliberaler Entwicklungen zunehmend zwischen Staat, Markt, Familie und Gemeinschaft verschiebt. Dabei rücken zwei Formen der Sorgeorganisation besonders in den Fokus: die Live-In-Betreuung sowie sogenannte Caring-Communities.
Anhand von Forschungsergebnissen aus Österreich und Deutschland diskutiert der Beitrag, wie beide Modelle Pflege, Arbeit und Wohnen miteinander verknüpfen. Zugleich verdeutlicht er, dass sowohl marktförmige als auch gemeinschaftlich organisierte Sorge mit Spannungen verbunden sind – insbesondere im Hinblick auf Ansprüche an gute Pflege, faire Arbeitsbedingungen und angemessene Wohnverhältnisse.
Der Beitrag schließt mit einer vergleichenden Betrachtung beider Formen der Sorgeorganisation und liefert damit Anregungen für die Diskussion über die Zukunft der Altenpflege.
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