Die Sozialethiker:innen Christian Spieß und Katja Winkler haben einen Sammelband zu Gender Studies in der Sozialethik herausgegeben. Darin bringen Sie Texte zusammen, die zu Fassen versuchen, wie theologische Sozialethik auch mit Ungerechtigkeitserfahrungen bearbeiten kann, die aufgrund von bestimmten Zuordnungen zu oder Vorstellungen von Geschlecht gemacht werden. Die Beiträge des Bandes beziehen als Gender als in die sozialethische Reflexion ein und verstehen Dynamiken der sich wandelnden, normativ voraussetzungsreichen Genderordnungen als Bestandteil einer reflexiven sozialen Praxis.
In diesem Band ist auch ein Beitrag von Bernhard Emunds erschienen. Darin zeigt Emunds, dass Geschlechtergerechtigkeit nicht nur eine Frage von Einkommen oder Erwerbschancen ist, sondern auch von der Verteilung von Zeit. Im Mittelpunkt stehen die Bedeutung von Zeitwohlstand, die Auswirkungen ungleich verteilter Sorgearbeit und die Frage, wie gesellschaftliche Zeitstrukturen verändert werden können, um mehr Geschlechtergerechtigkeit zu ermöglichen.