Vom 29.10.-31.10. findet in Hohenheim die Tagung "Performativ, situiert, verflochten: Theologie im relational turn" statt. Als "Relational Turn" wird eine neue Art des Denkens bezeichnet, in dem Beziehungen vorrangig vor isolierten Subjekten, Substanzen oder Objekten betrachtet werden. Zu nennen sind hier insbesondere die Akteur-Netzwerk-Theorie, die Science and Technology Studies, der Neue Materialismus und der kritische Posthumanismus. Die Tagung nimmt sich vor, die noch junge Debatte zu sammeln und zu systematisieren.
Simon Reiners wird in Hohenheim unter dem Titel "Un/Menschliche Berührungen: Eine Ethico-Onto-Epistemologie der Zurechenbarkeit" einen Vortrag halt. Darin geht es um die Möglichkeiten historische Materialismen um ein ontologisches Moment zu erweitern. Nur so seien normativ tragfähige Perspektiven auf Krisen im Anthropozän möglich. In den gegenwärtigen mehr-als-menschlichen Verhältnissen gehe es nicht nur um die Perspektive auf sozio-materiellen Praktiken, sondern darum, Wer oder Was lebt. Nicht nur das Verhalten zählt, sondern konkrete Relationen in sich wandelnden Verhältnissen.
Das gesamte Programm der Tagung können Sie hier einsehen.