Im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "Humane Wirtschaft" berichtet Julian Degan über Ziele und Inhalte des Forschungsprojekts "Umstrittener städtischer Boden". Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung mit dem knappen Gut "Boden" stehen politische und ethische Debatten um Eigentumsrechte. Derzeit seien sie zu sehr auf die Interessen der Vermieter:innen ausgerichet. Auch mit Verweis auf die sozialethischen Reflexionen von Oswald von Nell-Breuning zur Gemeinwidmung von Eigentum plädiert Julian Degan zwar nicht dafür, Boden ganz dem Markt zu entziehen. Als Geimengut benötige es für Boden jedoch klare politische Regulierung, für eine Orientierung am Gemeinwohl. Der Entwurf eines "starken Gerechtigkeitsarguments" aus wirtschaftsethischer Perspektive steht derzeit noch aus.
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