Kritik an der Aufweichung des EU-Lieferkettengesetzes

Geschrieben am 12.12.2025
in: Medienbeiträge

In einem Kommentar auf domradio.de kritisiert Markus Demele, Generalsekretär von Kolping International und assoziierter Wissenschaftler am Nell-Breuning-Institut, die geplante Aufweichung des EU-Lieferkettengesetzes.

Dabei nimmt Demele unter anderem Bezug auf Oswald von Nell-Breuning SJ, Namensgeber des Instituts, der bereits 1956 feststellte, dass aus Eigentum „keine Verfügungsgewalt über Menschen“ ableitbar sei, sondern Eigentum stets nicht nur zum Nutzen des Eigentümers, sondern auch zum Nutzen der Allgemeinheit gedacht werden müsse. Aus diesem Grund sei das EU-Lieferkettengesetz schließlich nicht nur aus ökonomischer Perspektive, sondern vor allem aus normativer Perspektive geboten, da es Kinderarbeit, Sklavenarbeit und die systematische Ausbeutung von Menschen und Natur auf unserem Planeten unterbinden möchte und dabei Unternehmen zu mehr Sorgfalt und Rücksicht verpflichtet. Diese normative Orientierung müsse schließlich auch Politik leiten, die den Anspruch für sich vertritt, der katholischen Sozialtradition zu folgen.

Den gesamten Kommentar von Markus Demele können Sie hier lesen. Weitere Informationen zur Initiative Lieferkettengesetz finden Sie hier.